Poomse - Schülerformen
Taeguk Il-jang - Himmel und Licht
Das I-Ging-Zeichen aus der Yin-Yang-Kehre (koreanisch. Um-Yang) ist das erste der acht Ur-Zeichen, die eine besondere philosophische Bedeutung haben. Die drei durchgezogenen Linien haben die Bedeutung "Himmel", "sichtbar" und "aktiv". Der Himmel bringt Regen und das Licht der Sonne, wodurch letztendlich alles wachsen und leben kann. Durch die Luft können die Lebewesen atmen und somit regt der Himmel das Leben an. Man hat dieses Symbol für Taeguk Il-Jang genommen, weil es für die Schöpfung oder den Anfang steht. Die ersten Grundelemente, die in dieser Form enthalten sind bereiten die Entwicklung (den ?Weg?) des Taekwondo-Sportlers vor. Es ist die Basis zum Entfalten der persönlichen Fähigkeiten, die durch diese Form geschaffen wird.
Taeguk I-jang - Frohsinn und Fröhlichkeit
Dieses I-Ging Zeichen aus der Yin -Yang-Lehre ist das zweite der acht Urzeichen. Es steht für den Frohsinn oder generell das Heitere. Dabei bezieht es sich auf einen fröhlichen Menschen, der innerlich gefestigt ist und durch sein Auftreten den anderen Mitmenschen Mut und Zuversicht gibt. Alles in allem ist er ruhig aber kraftvoll in seiner Persönlichkeit. Folglich bedeutet dieses Symbol für Taeguk I-jang eine ruhige Gelassenheit kombiniert mit einem kraftvollen Auftreten durch das neuerlangte Wissen und die neuen Fähigkeiten.
Taeguk Sam-jang - Feuer
Dieses I-Ging Symbol steht für Feuer oder Glanz Das Feuer erhellt die Dunkelheit, vertreibt die Furcht und gibt Wärme und Geborgenheit. Wenn das Feuer der Sonne am blauen Himmel ist, empfindet der Mensch Hoffnung und Zuversicht. Dagegen zeigt das unkontrollierte Ausbrechen jenes Elementes die zerstörerische Leidenschaft die dieses besitzt Die Zügelung der Leidenschaft und die tiefe innere Kontrolle die dafür vorhanden sein muss, war der Anlass dies als das Symbol von Taeguk-Sam-jang zu wählen.
Taeguk Sa jang - Donner und Blitz
Dieses I-Ging Symbol symbolisiert den Donner oder die Bewegung. Aus der Natur kennt man den Donner und den Blitz, die den Menschen Angst machen. Jedoch ist der Donner auch ein Symbol für Macht und Kraft. Der mensch muss sich auf seine eigenen inneren Kräfte konzentrieren, damit er der Gefahr entgegentreten kann. Man wählte aus diesem Grund das Symbol vom Donner, um den kraftvollen und zielstrebigen Charakter der Taeguk Sa-jang zu unterstreichen.
Taeguk Oh-Chang - Wind
Dieses I-Ging Urzeichen steht für den Wind oder für die Durchdringung. Dabei sind damit nicht nur die gefährlichen Orkane, Tornados oder Hurrikans gemeint, sondern auch die sanften Winde, welche die Blumen bestäuben. Der Wind vereint die schöpferische Macht und die zerstörende Macht in einem Symbol. Diese Bedeutung spiegelt sich ebenfalls in Taeguk-Oh-jang wider, die aus ruhigen und kraftvollen Bewegungen besteht. Die stark rhythmische Poomse wird immer wieder durch kraftvolle Techniken durchbrochen, welche auf die Natur des Windes zurückzuführen sind.
Taeguk Yuk-jang - Wasser (fliessend)
Das I-Ging Urzeichen für das Wasser. Das Wasser hat eine hohe Anpassungsfähigkeit und trotzdem behält es stets seine ursprüngliche Beschaffenheit. Es umfließt Hindernisse wenn es sich seinen Weg ins Tal sucht. Die Philosophie hinter dieser Poomse zeigt, dass man Schwierigkeiten mit Selbstvertrauen umgehen und überwinde kann.
Taeguk Chil-jang - Berg
Dieses I-Ging Symbol bedeutet übersetzt "oberer Haltepunkt" und steht bildlich für den Berg. Der stets an der Stelle verweilende Berg ist deshalb das Symbol für Ruhe. Wir müssen unsere Handlungen eindeutig und mit Entschlossenheit durchführen, denn wenn man vorwärts gehen muss, sollte man vorwärts gehen und wenn es ratsamer ist sich zurückzuziehen, so sollte man sich zurückziehen. Mit der Standfestigkeit des Berges und dessen Ruhe sollte deshalb unser Handeln vollzogen sein. Obgleich Schnelligkeit in ihrer Schönheit besticht, liegt auch in der Ruhe die Ästhetik. Aus diesem Grunde findet man in dieser Form auch langsamere Bewegungen und innehaltende Stellungen (Bom-Sogi).
Taeguk Pal-jang - Erde
Das achte Symbol der I-Ging Urzeichen steht für die Erde als die Quelle allen Lebens. Aus ihr schöpft alles Leben seine Kraft und Energie zum Leben selber. Unbeschrieben schön ist die Vielfalt des Lebens und gleichzeitig unfassbar. Mit dieser letzten Poomse (Technikkombinationen) nimmt der Schüler die letzte Hürde um Meister des Taekwondo (1. Dan) zu werden. Auffällig dabei sind die zahlreichen Grundtechniken, verbunden mit neuen Block- Hand- und Fußtechniken, die sowohl Neues als auch Altes zugleich überprüfen.