Willkommen auf der Silkroad 66

Worum geht es hier? Kurz: um die Erfüllung eines Traumes. Die Seidenstraße führt in eine andere Zeit und in eine andere Welt. Kamele und Karawanen sind damit verknüpft. Gewürze, Stoffe und Edelsteine ebenso wie Entbehrungen, Durst und Staub.

Was ist davon geblieben? Ich bin schon oft darüber hinweggeflogen, auf meinen Reisen in den Fernen Osten. Aus zehntausend Metern Höhe habe ich aus dem Flugzeugfenster hinunter geschaut und gedacht: wie wäre es, einmal dort unten entlang zu fahren?

2018 ist es soweit. Nach langer Planung und Überlegung geht es jetzt (Februar 2017) an die konkrete Umsetzung. Im April 2018 soll es losgehen. Geplante Dauer bis in die Mongolei: zwei Monate. Und dann? In der ersten Variante geht es dann mit dem Flugzeug (oder der Transsibirischen Eisenbahn) zurück nach Österreich. Aber wenn man schon so weit gefahren ist – wie wäre es, bis nach Korea weiter zu fahren?

Meine Frau ist ja Koreanerin und in meinem Job als Taekwondo-Trainer bin ich fast jedes Jahr dort. Durch China geht es leider nicht mit dem Motorrad, also müsste man außen rum durch Russland nach Wladiwostok fahren und von dort dann mit dem Schiff nach Korea. Wir werden sehen…

Wieso „Silkroad 66“?

Silkroad ist ja klar – die berühmte Seidenstraße, über die es schon viele Dokumentationen und Berichte gibt.

Aber 66?

Erinnert ein bisschen an die legendäre „Route 66“ in den USA. Außerdem: 2018 werden You Song und ich 66 Jahre alt. Und es heißt ja, dass mit 66 Jahren das Leben anfängt…

Über uns – You Song und Norbert

Wir sind seit 1977 verheiratet und wohnen in Wien. Unsere zwei Kinder Sora und Viktor sind erwachsen und wir haben auch schon Enkelkinder. Meine Frau ist Ärztin und seit einigen Jahren in Pension, betreibt aber eine private Akupunkturklinik weiter.

Ich bin seit mehr als vierzig Jahren selbständiger Taekwondo-Trainer und besitze eine private Sportschule. Da außer mir auch noch einige andere Trainer dort tätig sind können wir beide uns die Zeit nehmen, die eine solche Reise braucht.

Schon immer waren wir viel unterwegs, auch als die Kinder noch klein waren. Die USA und der Ferne Osten waren dabei unsere bevorzugten Reiseziele. Viele Highlights sind uns dabei in Erinnerung: die vierwöchige Amerikadurchquerung mit dem Auto von New York nach Los Angeles, zwei Wochen mit einem Riesen-Motorhome durch den Westen der USA mit Durchquerung der Rocky Mountains und dem Besuch der berühmten Nationalparks in Yosemite, Sequoya und Yellowstone, Florida bis hinunter nach Key West und natürlich Disneyworld sowie die unvergessliche einwöchige Floßfahrt durch den Grand Canyon mit Übernachtung unter dem Sternenzelt am Flussufer.

Im Fernen Osten haben wir fast jedes Land besucht. Meist waren wir vor Ort auch mit dem Mietwagen unterwegs. Ob Thailand bis hinunter nach Phuket und zurück, Malaysia die Ostküste entlang bis Singapur und an der Westküste wieder hinauf, die Philippinen, Vietnam, China zum Shaolin-Tempel und nach Shanghai, Japan und sogar Nordkorea, Unser Hauptziel war jedoch immer Korea, wo meine Frau ihre eigentliche Heimat hat und ich meine zweite Heimat gefunden habe.

Ich war schon immer Motorradfahrer in Wien, seit 1984 besitze ich eine Yamaha XT 250 – das optimale Gefährt für die Stadt (außer im Winter). Vor einigen Jahren kam eine BMW GS 1150 Adventure dazu, die uns bisher nach Italien, nach Schottland und ans Nordkap trug. Ein unverwüstliches Ding mit dem großen Benzintank, unter Bikern auch „Tuttelbär“ genannt. Dieses Gerät soll uns nun auch in die Mongolei (und weiter?) bringen.

Der Blog – Reiseberichte

Nachtrag

Heute war es soweit: nach etwa zwei Monaten auf See ist die BMW in Wien angekommen. Kiste ausgepackt – zum Zollamt gefahren – mit den Beamten über unsere Reise getratscht – fertig. War wesentlich einfacher als in Korea. Jetzt sind wir wirklich wieder angekommen. Nächste Aktion: zum Service und die Schrammen und Wehwehchen des Motorrads …

Das Ende einer langen Reise

Zurück in Seoul haben wir noch weitere Interviewtermine und fahren mit unseren Freunden für zwei Tage nach Seokcho an die Ostküste. Es regnet zwar oft, doch in unserem Ferienresort samt angeschlossener Wasserwelt wird uns nicht langweilig. Am Abend gibt es Pokerrunden wo ich einmal alle abzocke und am nächsten Tag zirka fünftausend verliere. Koreanische Won, …

Kontakt

Sobald wir unterwegs sind wird’s schwierig. Das normale Handy ist nicht erreichbar, da wir vermutlich jeweils lokale SIM Karten verwenden. Es ist angedacht, für Notfälle ein Satellitentelefon mitzunehmen, allerdings ist das eine Preisfrage und muss erst abgeklärt werden.

Natürlich werden wir versuchen, regelmäßig per Internet diesen Blog upzudaten und von uns aus mit der Heimat Kontakt aufzunehmen. Bleibt wohl die beste Möglichkeit: ein Mail schicken: office@mudokwan.at. Je nach Internet-Verfügbarkeit schauen wir da regelmäßig rein.

Einen Kommentar im Blog abgeben wäre aber auch nicht schlecht 🙂